COOPERATIVE ACTION!

AKTUELL

Stadtrundgang in Bern

Aktueller Stadtrundgang Bern kolonial am 2. und 9. Juli 2020

Rathaus, Holländerturm oder Waisenhausplatz: Die Führung von Cooperaxion durch die Bundesstadt erzählt Geschichte und Geschichten rund um Spekulationen mit der Sklaverei, rassistische Bilder im öffentlichen Raum und schweizerische Verwicklungen. Erfahren Sie während rund 1 ½ Stunden zu Fuss mehr über den Dreieckshandel und den helvetischen Kolonialismus ohne Kolonien. Leitung: Karl Johannes Rechsteiner, Cooperaxion.

Aus aktuellem Anlass organisieren wir zwei Führungen im Rahmen des Parkonia-Festivals: 2. und 9. Juli 2020, jeweils am Donnerstag, 17 bis 18.30 Uhr, anschliessend Möglichkeit zur weiteren Diskussion im Kocherpark. Treffpunkt jeweils 17.00 Uhr beim Rathaus Bern. Preis pro Person Fr. 25.-. Um Anmeldung wird gebeten per Mail an bewerbung@parkonia.ch 

Weitere Informationen zu den Stadtrundgängen finden Sie hier.

Black lives matter

George Floyds gewaltsamer Tod und die Proteste gegen Polizeigewalt wirken auch in der Schweiz nach. Die notwendige Debatte über Rassismus, Kolonialismus und Sklaverei läuft plötzlich in grossem Tempo. Die Hintergrundinformationen von Cooperaxion sind gefragt und bilden da und dort die Basis für öffentliche Kritik und Aktionen.

Das Wandalphabet im Berner Wylerschulhaus, die Colonialbar am Kornhausplatz, Denkmäler von Escher in Zürich oder De Pury in Neuenburg oder die Schoggigupf-Diskussion wecken unglaubliche Emotionen. Denn die koloniale Vergangenheit und ihre Rechtfertigungen waren in der Öffentlichkeit bisher noch wenig bekannt noch verarbeitet ...

Doch seit Jahrzehnten (!) arbeiten Historiker*innen gerade in der Schweiz diese Geschichte auf. Cooperaxion wirkt seit 15 Jahren mit, durch Bildungs- und Informationsarbeit eine aktive Erinnerungskultur zu schaffen. Es geht um Sprache und Wortwahl, kolonial geprägte Orte, weisse Privilegien und Wohlstand, der von Kolonialismus und Sklavenhandel profitierte.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Informationen nutzen. Wir staunen über das zurzeit rasch steigende Bewusstsein in diesen Fragen. Und wir sind dankbar für Ihre Unterstützung, damit wir unsere gemeinnützige Arbeit fortführen können.

weitere Beiträge

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Nachhaltige Entwicklung und interkultureller Austausch entlang der einstigen Sklavenhandelsrouten

Globales Engagement im Dreieck Brasilien - Liberia - Schweiz

Entwicklungszusammenarbeit braucht dringend ein Bewusstsein für die Vergangenheit und ein Verständnis für globale Zusammenhänge. Deshalb arbeitet Cooperaxion entlang der historischen Routen des sogenannten Dreieckhandels. Die Projekte helfen beim Aufbau von sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Liberias Hauptstadt Monrovia und in den Regionen Codó/Maranhão und Petropolis in Brasilien. In der Schweiz sensibilisieren wir mit Bildungsarbeit für die Verflechtungen in den Kolonialismus und Sklavenhandel sowie die Nachwirkungen der frühen Globalisierung. So engagiert sich Cooperaxion für interkulturelles Lernen im globalen Süden und in der Schweiz. Für neue Perspektiven auf alten Routen.

Stadtrundgänge – Auf den Spuren des Sklavenhandels in Neuenburg und Bern

Besondere Rundgänge in verschiedenen Schweizer Städten erzählen von Verstrickungen in Sklavenhandel und Kolonialismus und schlagen eine Brücke zur Gegenwart. Ideal für Betriebsausflüge, Team-Events oder Schulklassen ab der Oberstufe. Die Führungen von Cooperaxion in Neuenburg und Bern dauern rund 1,5 Stunden als Spaziergang zu Fuss, individuelle Buchungen für Gruppen. Führungen in deutscher oder französischer Sprache. In St. Gallen, Winterthur und weiteren Städten werden die Führungen von befreundeten Organisationen angeboten - weitere Informationen finden Sie hier.

Führungen in Bern und Neuenburg - Preis pro Person: Fr. 25.–, jedoch mindestens total Fr. 300.–, für Schulklassen: Fr. 250.– Buchen: karl.rechsteiner@cooperaxion.org, +41 (0)31 535 12 62

Vom kolonialen Bern – der Stadtplan von Cooperaxion

Was haben Geranien mit Kolonialismus zu tun?
Wer klaute den Ekeko-Gott in Bolivien?
Wie können Schönheitsideale rassistisch sein?
Wieso bleibt die Apartheid im Bundesarchiv ein Tabu?

Der neue Berner Online-Stadtplan von Cooperaxion beantwortet solche Fragen. Wegen Corona verzögert, wird er nun Mitte August lanciert. Er blickt hinter Fassaden und zeigt vielfältige Spuren kolonialer Verstrickungen und rassistischer Hintergründe. Dieses so genannte «City-Mapping» betrachtet die Bundesstadt aus neuer Perspektive und erzählt verdrängte Geschichte(n). Denn das koloniale Erbe der Schweiz wirkt bis heute. Die neue Webseite macht dies sichtbar. Die Vernissage findet voraussichtlich am Samstag, 12. September 2020, 14 Uhr, im Berner Kunstmuseum statt (Achtung, neues Datum!). Der Besuch lässt sich kombinieren mit der grossartigen Ausstellung Triumphant Scale von El Anatsui. Details folgen.

Liberia: Kick for Your Future!

In den Slums der Hauptstadt Monrovia schaffen sich Jugendliche mit Berufsausbildungen, Fussball, Tanz und Akrobatik neue wirtschaftliche und soziale Perspektiven. Zusätzlich geben Workshops zur Friedenskonsolidierung, zur Reduktion von Teenagerschwanger-schaften und zu HIV/Aids Prävention den Jugendlichen Rückhalt. Und das «Green Center» im Zentrum Monrovias macht Abfallprodukte wie Alu, Glas, Altmetall oder Plastik wiederverwertbar und schafft damit neue Einkommensmöglichkeiten für die QuartiersbewohnerInnen. Mehr zu den Projekten in Liberia.

Brasilien: Babaçu, eine Nuss mit Potential

Im Nordosten Brasiliens stärkt ein lokales Entwicklungsprojekt die Position der Quilombo-Gemeinschaften, die vor 300 Jahren von versklavten Menschen gegründet wurden. Die Nüsse der wild wachsenden Babaçu-Palme sind eine wichtige Einkommensquelle für die Familien und Symbol für die regionale Frauenbewegung. Die Genossenschaft der Babaçu-Knackerinnen verarbeitet die Babaçu-Nuss in der eigenen Öl-Mühle zu Seifen und Öl und bietet damit den Knackerinnen eine alternative und faire Absatzmöglichkeit ihrer Produkte. Mit drei weiteren Quilombo-Gemeinschaften kämpfen wir für die Anerkennung ihres Landes, das ein grosses Agrarunternehmen für sich beanspruchen will. Gemeinsam mit den Quilombolas schaffen wir soziale und wirtschaftliche Perspektiven vor Ort, engagieren uns für die Achtung der Menschenrechte, fördern die Selbstversorgung und den Schutz der natürlichen Ressourcen. Projektbeschriebe und Impressionen finden Sie hier.

Unterstützung der Partner im Süden

Die Stiftung Cooperaxion sichert durch Mittelbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit die nachhaltige Entwicklung der Projekte in Südamerika und Westafrika. Cooperaxion vernetzt, ermutigt und befähigt Partnerorganisationen entlang der ehemaligen Sklavenhandelsrouten, das heisst im westafrikanischen Liberia und in Brasilien bei der Umsetzung ihrer Entwicklungsprojekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden in den Bereichen Projektentwicklung, Organisationsmanagement und Finanzwesen gefördert. Die Entwicklung der Projekte und der Kompetenz der Organisationen begleitet Cooperaxion mit Besuchen vor Ort und durch Betreuung aus der Schweiz.