Aktuell

Interview mit

Leonardo Boff

“Das Leiden einer globalisierten und ausgrenzenden Gesellschaft” von Sergio Ferrari

Sergio Ferrari, Journalist und Stiftungsratsmitglied von Cooperaxion spricht mit dem Theologen Leonardo Boff. Seit 40 Jahren gibt es das Menschenrechtszentrum CDDH in Petrópolis, Brasilien. Zum Jubiläum teilt der Gründer seine Bedenken zur politischen Lage in Brasilien und gibt Einblick in das Projekt.

Mehr dazu finden Sie hier.

 

Schulmaterial

Neues IdeenSet «Postkoloniale Schweiz» für den Unterricht

In Zusammenarbeit mit der PH Bern entwickelte Cooperaxion Schul- materialien zur Rolle der Schweiz im Sklavenhandel und Kolonialismus. Das IdeenSet «Postkoloniale Schweiz» bietet Lehrpersonen die Möglichkeit, dieses aktuelle und vielseitige Thema im Unterricht zu behandeln. Die Materialien sind jetzt gratis online zum Herunterladen oder als Materialkoffer in der Bibliothek verfügbar. Sie befassen sich mit den Themen «Dreieckshandel», «Identität(en)», «Völkerschauen» und «Koloniale Erinnerungskultur» und sind für die Sekundarstufe I konzipiert. Sie können von Lehrpersonen jedoch flexibel angepasst werden.

Wir organisieren auch Stadtführungen speziell für Schulklassen «Auf den Spuren der Sklaverei» in Neuenburg und Bern.

Preis für Schulklassen (Grundschule & weiterführende Schulen): Fr. 250.–             Kontakt: mira.koch@cooperaxion.org

Die Entwicklung der Unterrichts- materialien wurden unterstützt von:

Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB
Katholische Kirche Region Bern
Temperatio Stiftung
Stanley Thomas Johnson Stiftung

 

Bunte Stofftaschen aus Liberia!

Kick for Your Future!

Für Cooperaxion haben die Jugendlichen des «Kick for Your Future»-Projektes im liberianischen Monrovia eigens bunte Taschen entworfen und genäht, teilweise auch selbst bedruckt.

Die farbigen oder bedruckten Stofftaschen können jetzt bei uns gekauft werden. Zum Beispiel zum Verschenken – oder auch zum selber behalten. Damit unterstützen Sie Berufsausbildungen für junge Erwachsene in Monrovia.

Hier Produkte und Preise ansehen

Bedruckte Taschen kaufen?

Kontakt: info@cooperaxion.org
Wir informieren gerne, welche Produkte in welchen Farben noch verfügbar sind.

 

Cooperative Action!

Cooperaxion fördert die nachhaltige Entwicklung und den interkulturellen Austausch entlang der einstigen Sklavenhandelsrouten.

 

Das will Cooperaxion

Wir sind überzeugt, dass Entwicklungszusammenarbeit mit dem Bewusstsein für die Vergangenheit und dem Verständnis für Zusammenhänge verbunden ist. Deshalb arbeitet Cooperaxion entlang der historischen Routen des sogenannten Dreieckhandels. Unsere Projekte helfen beim Aufbau von sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Liberias Hauptstadt Monrovia und in der Region Codó/Maranhão im Nordosten von Brasilien. In der Schweiz sensibilisieren wir in einem Bildungsprojekt für die einstigen Verflechtungen in den transatlantischen Sklavenhandel und Kolonialismus sowie die Nachwirkungen dieser frühen Globalisierung. Parallel engagiert sich Cooperaxion für den interkulturellen Austausch zwischen den Partnern im Süden und der Schweiz. Für neue Perspektiven auf alten Routen.

SlavetradeSlavetradeProjektländer

 

 

 

 

 

 

Stadtrundgänge – Auf den Spuren des Sklavenhandels in Neuenburg und Bern

Neuenburg

Die alternativen Stadtrundgänge in der Altstadt von Neuenburg und Bern erzählen von den schweizerischen und lokalen Verstrickungen in Sklavenhandel und Kolonialismus und schlagen eine Brücke zur Gegenwart. Ideal für Betriebsausflüge, Team-Events oder Schulklassen ab der Oberstufe. Dauer: Jeweils rund 1,5 Stunden als Spaziergang zu Fuss, individuelle Buchungen für Gruppen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stadtführungen in Neuenburg oder Bern:

Preis pro Person: Fr. 25.– (ab 10 Personen), für Schulklassen: Fr. 250.–
Buchen: mira.koch@cooperaxion.org, +41 (0)31 535 12 62

Charles de Meuron mit seinen Sklaven Vendredi und Pedro

Schweiz: Sklaverei, Dreieckshandel und helvetische Verstrickungen

Der transatlantische Waren- und Sklavenhandel des 16.- 19. Jahrhunderts hat unsere Gesellschaft nachhaltig beeinflusst. Die Schweiz, damals die Helvetische Konföderation, war weder Kolonialmacht noch Seefahrernation und doch tätigten Händlerfamilien Investitionen in die Sklaverei oder profitierten durch Textilexporte. Die Datenbank Sklavenhandel gibt Auskunft über Umfang und Art dieser Aktivitäten und bietet Hintergrundinformationen.

Das neue Bildungsprojekt von Cooperaxion vermittelt Hintergründe und Fakten zur den schweizerischen Verflechtungen in Sklavenhandel und Kolonialismus und sensibilisiert für die Folgen dieser Geschichte. Im Einklang mit der Internationalen Dekade der UNO für Menschen afrikanischer Herkunft setzt sich Cooperaxion für Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung entlang der ehemaligen transatlantischen Sklavenhandelsrouten ein.

Erfolgsgeschichte von der AZUBI zur CoiffeuseLiberia: Kick for Your Future!

In den Slums der Hauptstadt Monrovia schaffen sich Jugendliche mit Berufsausbildungen, Fussball, Tanz und Akrobatik neue wirtschaftliche und soziale Perspektiven. Zusätzlich geben Workshops zur Friedenskonsolidierung, zur Reduktion von Teenagerschwanger-schaften und zu HIV/Aids Prävention den Jugendlichen Rückhalt. Und das «Green Center» im Zentrum Monrovias macht Abfallprodukte wie Alu, Glas, Altmetall oder Plastik wiederverwertbar und schafft damit neue Einkommensmöglichkeiten für die QuartiersbewohnerInnen. Mehr zu den Projekten in Liberia. 

Babaçu_PalmeBrasilien: Babaçu, eine Nuss mit Potential

Im Nordosten Brasiliens stärkt ein lokales Entwicklungsprojekt die Position der Quilombo-Gemeinschaften, die vor 300 Jahren von versklavten Menschen gegründet wurden. Die Nüsse der wild wachsenden Babaçu-Palme sind eine wichtige Einkommensquelle für die Familien und Symbol für die regionale Frauenbewegung. Die Genossenschaft der Babaçu-Knackerinnen verarbeitet die Babaçu-Nuss in der eigenen Öl-Mühle zu Seifen und Öl und bietet damit den Knackerinnen eine alternative und faire Absatzmöglichkeit ihrer Produkte. Mit drei weiteren Quilombo-Gemeinschaften kämpfen wir für die Anerkennung ihres Landes, das ein grosses Agrarunternehmen für sich beanspruchen will. Gemeinsam mit den Quilombolas schaffen wir soziale und wirtschaftliche Perspektiven vor Ort, engagieren uns für die Achtung der Menschenrechte, fördern die Selbstversorgung und den Schutz der natürlichen Ressourcen. Projektbeschriebe und Impressionen finden Sie hier. 

 

 

Unterstützung der Partner im Süden

Die Stiftung Cooperaxion sichert durch Mittelbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit die nachhaltige Entwicklung der Projekte in Südamerika und Westafrika. Cooperaxion vernetzt, ermutigt und befähigt Partnerorganisationen entlang der ehemaligen Sklavenhandelsrouten, das heisst im westafrikanischen Liberia und in Brasilien bei der Umsetzung ihrer Entwicklungsprojekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden in den Bereichen Projektentwicklung, Organisationsmanagement und Finanzwesen gefördert. Die Entwicklung der Projekte und der Kompetenz der Organisationen begleitet Cooperaxion mit Besuchen vor Ort und durch Betreuung aus der Schweiz.

Dreieckshandel