COOPERATIVE ACTION!

AKTUELL

Öffentliche Stadtrundgänge

Öffentliche Touren von Cooperaxion - Neuenburg am 1. Oktober, Bern am 2. Oktober

Prächtige Paläste, vornehme Häuser und imposante öffentliche Bauten in Neuenburg zeugen vom lukrativen transatlantischen Waren- und Sklavenhandel des 17. bis 19. Jahrhunderts. Wie am Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und den Amerikas auch schweizerische Familien und Handelshäuser beteiligt waren, zeigt der 1½-stündige Rundgang. Leitung: Patrick Bapst.

Rathaus, Holländerturm oder Waisenhausplatz: Die Führung von Cooperaxion durch die Bundesstadt erzählt Geschichte und Geschichten rund um Spekulationen mit der Sklaverei, rassistische Bilder im öffentlichen Raum und schweizerische Verwicklungen. Erfahren Sie während gut 1½ Stunden zu Fuss mehr über den Dreieckshandel und den helvetischen Kolonialismus ohne Kolonien. Leitung: Karl Johannes Rechsteiner.

Einen Einblick in den Berner Rundgang gibt die Sendung von Radio SRF vom 23. Juni 2020 über die kolonialen Spuren in Bern - hier der Link.

Die nächste Führung durch Neuenburg findet statt am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 18 bis 19.30 Uhr. Treffpunkt Place du Port bei den Sitzbänken abseits der Strasse. Preis pro Person Fr. 25.-. Anmeldung ist erforderlich: Telefon 031 535 12 62 oder per Mail an info@cooperaxion.org

Die nächste Führung durch Bern findet statt am Freitag, 2. Oktober 2020, 17 bis 18.30 Uhr. Treffpunkt 17.00 Uhr beim Rathaus Bern, Abschluss beim Bärenplatz. Preis pro Person Fr. 25.-. Anmeldung ist erforderlich: Telefon 031 535 12 62 oder per Mail an info@cooperaxion.org

Weitere Informationen zu den Stadtrundgängen finden Sie hier.

Black lives matter

George Floyds gewaltsamer Tod und die Proteste gegen Polizeigewalt wirken auch in der Schweiz nach. Die notwendige Debatte über Rassismus, Kolonialismus und Sklaverei läuft plötzlich in grossem Tempo. Die Hintergrundinformationen von Cooperaxion sind gefragt und bilden da und dort die Basis für öffentliche Kritik und Aktionen.

Das Wandalphabet im Berner Wylerschulhaus, die Colonialbar am Kornhausplatz, Denkmäler von Escher in Zürich oder De Pury in Neuenburg oder die Schoggigupf-Diskussion wecken unglaubliche Emotionen. Denn die koloniale Vergangenheit und ihre Rechtfertigungen waren in der Öffentlichkeit bisher noch wenig bekannt noch verarbeitet ...

Doch seit Jahrzehnten (!) arbeiten Historiker*innen gerade in der Schweiz diese Geschichte auf. Cooperaxion wirkt seit 15 Jahren mit, durch Bildungs- und Informationsarbeit eine aktive Erinnerungskultur zu schaffen. Es geht um Sprache und Wortwahl, kolonial geprägte Orte, weisse Privilegien und Wohlstand, der von Kolonialismus und Sklavenhandel profitierte.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Informationen nutzen. Wir staunen über das zurzeit rasch steigende Bewusstsein in diesen Fragen. Und wir sind dankbar für Ihre Unterstützung, damit wir unsere gemeinnützige Arbeit fortführen können.

weitere Beiträge

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www.bern-kolonial.ch - der neue Stadtplan von Cooperaxion ist online

Was haben Geranien mit Kolonialismus zu tun?
Wer klaute den Ekeko-Gott in Bolivien?
Wie können Schönheitsideale rassistisch sein?
Der neue Berner Online-Stadtplan von Cooperaxion beantwortet solche Fragen. Er blickt hinter Fassaden und zeigt vielfältige Spuren kolonialer Verstrickungen und rassistischer Hintergründe. Dieses so genannte «City-Mapping» betrachtet die Bundesstadt aus neuer Perspektive und erzählt verdrängte Geschichte(n). Denn das koloniale Erbe der Schweiz wirkt bis heute. Die neue Webseite macht dies sichtbar.

Mit einer Vernissage im Berner Kunstmuseum wurde am 29. August die neue Webseite lanciert. Hier die Referate und Beiträge an der Veranstaltung:

Hier finden Sie Medienreaktionen zur Lancierung des Online-Stadtplanes:


    Aufruf von Leonardo Boff zur Solidarität mit Brasilien

    Der Befreiungstheologe und Philosoph Leonardo Boff aus Petrópolis bittet um Unterstützung in der aktuellen Notlage in Brasilien. Das Land ist enorm vom Coronavirus betroffen. Auch die von Cooperaxion unterstützten Sozialprojekte leiden unter der Situation. Zur momentanen Situation hat Leonardo Boff für seine Freundinnen und Freunde in Bern einen aktuellen Text verfasst - siehe hier. Weitere Information zu der von Leonardo Boff initiierten Arbeit für Gerechtigkeit und gegen Armut in Brasilien finden Sie hier beim Stichwort Petrópolis. Spenden ans Postkonto von Cooperaxion 46-7916-6 mit entsprechendem Vermerk unterstützen direkt die Arbeit von CDDH vor Ort.



    Globales Engagement im Dreieck Brasilien - Liberia - Schweiz

    Internationale Zusammenarbeit braucht dringend ein Bewusstsein für die Vergangenheit und ein Verständnis für globale Zusammenhänge, denn es geht um viel mehr als so genannte "Entwicklung". Deshalb arbeitet Cooperaxion entlang der historischen Routen des sogenannten Dreieckhandels. Die Projekte helfen beim Aufbau von sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Liberias Hauptstadt Monrovia und in den Regionen Codó/Maranhão und Petropolis in Brasilien. In der Schweiz sensibilisieren wir mit Bildungsarbeit für die Verflechtungen in den Kolonialismus und Sklavenhandel sowie die Nachwirkungen der frühen Globalisierung. So engagiert sich Cooperaxion für interkulturelles Lernen im globalen Süden und in der Schweiz. Für neue Perspektiven auf alten Routen.

    Stadtrundgänge auf den Spuren des Sklavenhandels in Neuenburg und Bern

    Besondere Rundgänge in verschiedenen Schweizer Städten erzählen von Verstrickungen in Sklavenhandel und Kolonialismus und schlagen eine Brücke zur Gegenwart. Ideal für Betriebsausflüge, Team-Events oder Schulklassen ab der Oberstufe. Die Führungen von Cooperaxion in Neuenburg und Bern dauern rund 1,5 Stunden als Spaziergang zu Fuss, individuelle Buchungen für Gruppen. Führungen in deutscher oder französischer Sprache. In andern Schweizer Städten werden die Führungen von befreundeten Organisationen angeboten - weitere Informationen finden Sie hier. Zur aktuellen Führung in Bern siehe hier.


    Liberia: Kick for Your Future!

    In den Slums der Hauptstadt Monrovia schaffen sich Jugendliche mit Berufsausbildungen, Fussball, Tanz und Akrobatik neue wirtschaftliche und soziale Perspektiven. Zusätzlich geben Workshops zur Friedensarbeit, Teenagerschwangerschaften und zu HIV/Aids-Prävention den jungen Frauen und Männern Rückhalt. Das «Green Center» im Zentrum Monrovias macht Abfallprodukte wie Alu, Glas, Altmetall oder Plastik wieder verwertbar und schafft damit neues Einkommen für die Quartierbevölkerung. Mehr zu den Projekten in Liberia.

    Brasilien: Babaçu, eine Nuss mit Potential

    Im Nordosten Brasiliens stärkt ein lokales Projekt die Position der Quilombo-Gemeinschaften, die vor 300 Jahren von versklavten Menschen gegründet wurden. Die Nüsse der wild wachsenden Babaçu-Palme sind eine wichtige Einkommensquelle für die Familien und Symbol für die regionale Frauenbewegung. Die Genossenschaft der Babaçu-Knackerinnen verarbeitet die Babaçu-Nuss in der eigenen Öl-Mühle zu Seifen und Öl und bietet damit den Knackerinnen eine alternative und faire Absatzmöglichkeit ihrer Produkte. Mit drei weiteren Quilombo-Gemeinschaften kämpft Cooperaxion für die Anerkennung ihres Landes, das ein grosses Agrarunternehmen für sich beanspruchen will. Gemeinsam mit den Quilombolas werden soziale und wirtschaftliche Perspektiven vor Ort geschaffen, die Menschenrechte verteidigt, die Selbstversorgung und der Schutz der natürlichen Ressourcen gefördert. Projektbeschriebe und Impressionen finden Sie hier.

    Unterstützung der Partnerinnen und Partner im Süden

    Die Stiftung Cooperaxion sichert durch Mittelbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit vielfältige Projekte in Südamerika und Westafrika. Cooperaxion vernetzt, ermutigt und befähigt Partnerorganisationen entlang der ehemaligen Sklavenhandelsrouten, das heisst im westafrikanischen Liberia und in Brasilien bei der Umsetzung ihrer Projekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden in den Bereichen Projektentwicklung, Organisationsmanagement und Finanzwesen gefördert. Die Projekte und die Kompetenz der Organisationen begleitet Cooperaxion mit Besuchen vor Ort und durch Betreuung aus der Schweiz.