|
Ein Dreieck – unser Leit-Bild...
...hier symbolisiert durch ein westafrikanisches Boot mit einem Dreieckssegel, steht symbolisch für den transatlantische Sklavenhandel des 16.-19. Jahrhunderts und für die historische Handelsroute zwischen Europa, Afrika und Amerika.
cooperaxion ist eine schweizerische gemeinnützige Stiftung zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und des interkulturellen Austauschs entlang den Routen des transatlantischen Handelsdreiecks, auf welchen früher auch Sklaven transportiert wurden. Unser Motto lautet: Aus der Vergangenheit lernen und neue Perspektiven schaffen. Die Projektarbeit von cooperaxion fokussiert einerseits auf die Dokumentation der historischen Rolle schweizerischer Akteure im transatlantischen Sklavenhandel. Andererseits unterstützt cooperaxion zukunftsorientierte Projekte mit Jugendlichen in Ländern entlang des transatlantischen Handelsdreiecks.
In der Zeit des transatlantischen Sklaven- und Warenhandels vom 16. bis 19. Jahrhundert transportierten europäische Händler Textilien und industrielle Waren nach Afrika, wo die Ladung gegen Menschen eingetauscht wurde. Diese wurden nach Amerika verschifft, wo man sie gegen Zucker, Tabak, Gewürze, Gold und Silber eintauschte, die sich dann in Europa mit grossem Gewinn verkaufen liessen. Damit trug der Dreieckshandel wesentlich zum Aufschwung des Nordens bei - auf Kosten des Südens. Noch heute findet entlang diesen Routen zwischen Europa, Afrika und Amerika ein reger Austausch von Menschen, Waren und immateriellen Gütern statt. Dieser Austausch ist noch immer geprägt von unfairen Bedingungen und trägt im Süden zu Hunger und Armut sowie zum weiteren Auseinanderdriften von Arm und Reich bei. Vision cooperaxion setzt sich dafür ein, dass in den ehemals vom transatlantischen Sklaven- und Warenhandel betroffenen Gebieten auch die Ärmsten eine Zukunft in Würde bekommen. Ziele Im Süden, namentlich an den Küsten Westafrikas und Südamerikas sowie im Karibischen Raum unterstützt cooperaxion Menschen im Aufbau einer nachhaltigen und lokal verankerten Lebensgrundlage, damit sie als gleichberechtigte Partner und Partnerinnen an den transatlantischen Austauschbeziehungen teilnehmen können. In der Schweiz will cooperaxion auf die schweizerische Beteiligung am transatlantischen Sklavenhandel vom 16. bis 19. Jahrhundert aufmerksam machen und aufzeigen, dass der heutige Wohlstand im Zusammenhang mit diesem Dreieckshandel steht. Damit soll das Verständnis für entwicklungspolitische Zusammenhänge erweitert und das aktive Engagement für benachteiligte Menschen im Süden verstärkt werden. Nachhaltige Entwicklung cooperaxion fördert im Rahmen von Projekten den Aufbau von umweltschonenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturen im Süden. Diese sichern den Menschen langfristig stabile Arbeitsplätze und eröffnen neue Perspektiven im eigenen Land. Interkultureller Austausch cooperaxion stärkt den interkulturellen Austausch entlang den Routen des transatlantischen Handelsdreiecks. Die Kommunikation und der konkrete Austausch von Informationen, Wissen und Werten tragen zur Verbesserung von Völkerverständigung und interkultureller Zusammenarbeit bei. 1. Zukunft: In die junge Generation investieren cooperaxion unterstützt im Süden speziell junge Menschen, denn sie sind die Zukunft ihrer Länder. Sie sollen sich im eigenen Land eine sichere Existenz aufbauen und durch den interkulturellen Austausch mit der Welt in Verbindung treten können. Sie sollen dazu befähigt werden, die Geschicke ihrer Länder aus einer gestärkten Position heraus mitbestimmen zu können. 2. Nachhaltigkeit: Hilfe zur Selbsthilfe leisten cooperaxion fördert den Aufbau neuer, respektive den Erhalt bestehender sozial verantwortlicher und marktgerechter Klein- und Kleinstunternehmen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen im Süden – im Sinne einer nachhaltigen, lokal verankerten Aufbauhilfe. Menschen und Organisationen, die sich mit eigenen Ideen und Engagement für bessere Lebensbedingungen einsetzen, werden von cooperaxion unterstützt. Mittels Schulung, Beratung und Information werden sie zur eigenen Lebensgestaltung und zur Verbesserung ihrer Lebenssituation motiviert. 3. Basisarbeit: Projekte lokal verankern cooperaxion entsendet keine schweizerischen Fachkräfte in den Süden, sondern unterstützt Projekte von Basisorganisationen in Ländern entlang der ehemaligen Sklaven- und Warenhandelsrouten. Die Stiftung will mittels ihres Einsatzes das lokale Gewerbe und die zivilgesellschaftlichen Organisationen vor Ort stärken. Dabei werden Vorhaben mitfinanziert, die in die jeweilige Kultur und die sozialen Gegebenheiten eingebettet sind und in denen Frauen und Männer gleich stark vertreten sind. 4. Partnerschaft: Auf Zusammenarbeit setzen cooperaxion arbeitet mit Partnerorganisationen im Süden sowie in der Schweiz zusammen, um auf bestehenden Beziehungen aufzubauen, vorhandenes Wissen zu nutzen und gegenseitiges Lernen zu fördern. Die Projekte im Süden orientieren sich an lokalen Bedürfnissen und werden in Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung entwickelt und durchgeführt. 5. Dialog: Raum für Verständigung schaffen cooperaxion ist davon überzeugt, dass Erfahrungsaustausch und Vernetzung zwischen verschiedenen Akteuren aus dem Süden und der Schweiz für die faire Gestaltung der Austauschbeziehungen entlang dem transatlantischen Handelsdreieck entscheidend sind. cooperaxion bietet eine Plattform an, auf der diesbezügliche Aufarbeitungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie soziales Engagement koordiniert werden können. Durch den ständigen Dialog werden Kontakte geknüpft und gegenseitiges Vertrauen geschaffen. 6. Transparenz: Informieren und kontrollieren cooperaxion untersteht als gemeinnützige Organisation der Stiftungsaufsicht des Bundes. Als solche sind ihre Informations- und Rechenschaftspflichten klar geregelt. Transparenz ist jedoch nicht nur ein gesetzlicher Auftrag, sondern auch ein Grundsatz, dem sich cooperaxion aus Überzeugung verpflichtet. Das Leitbild als PDF |