Aktuell

Auf den Spuren schwarzer Geschäfte

Unsere Veranstaltungen zur Aktions-woche der Stadt Bern gegen Rassismus

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Rassismus und Diskriminierung haben in Europa und auch in der humanitären Schweiz eine lange Tradition. Die Schweiz war weder Kolonialmacht noch Seefahrernation und doch war sie vollständig in das weitreichende europäische Netz von Finanz- und Handelsbeziehungen integriert. Mit dem transatlantischen Waren- und Sklavenhandel wurden Bilder des “Fremden” und rassistische Stereo-typen kreiert, zementiert und repetiert. Die Veranstaltungen von Cooperaxion und der Informationsstelle für Aus-länderInnenfragen isa  im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus werfen einen Blick auf Geschichte und Gegenwart des Rassismus in der Schweiz und in Bern.

18.– 24. März 2016 Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus im Kulturpunkt PROGR Bern

 

Gerechtigkeit für die Opfer von Vergel!

Am 24. Dezember 2015 wurde ein Menschenrechtskämpfer und Freund von Cooperaxion, Izídio Antonio Pereira da Silva in Vergel nicht weit von Codó im Bundestaat Maranhão – Brasilien, tot aufgefunden. In dieser Gegend engagiert sich Cooperaxion in drei Entwicklungsprojekten.

Leis

Izídio Antonio  ist vermutlich das siebte Opfer eines Landkonfliktes. Seit den 80er Jahren versuchen grosse Agrarunternehmen die Menschen, welche dort seit Generationen leben mit Gewalt und Korruption von ihrem Boden zu ver- treiben. Der Kampf um die Landrechte ist ungleich – Drohungen und Gewalt sollen die Menschen einschüchtern.

Die Leiche von Antonio Izídio wurde in bereits verwesendem Zustand ge- funden und von seiner Familie begraben. Trotz Anzeichen von Gewalt gab es bis heute weder eine polizeiliche Untersuchung noch wurde jemand dazu angehört. Auch wird offenbar keine Exhumierung an- gestrebt.

Wir wollen unsere Augen nicht weiter vor Gewalt und Ungerechtigkeit verschliessen. Bitte unterzeichnet die Petition. Hier Unterzeichnen

Die portugiesische Fassung ist online, ‘Assine’ heisst Unterzeichnen. Wir möchten möglichst rasch viele Unterschriften absenden. Der Petitionstext in deutscher Sprache

Danke für die Unterstützung!

 

 

Stop Armut 2015!

Recycling Projekt in Liberia gewinnt den Stop Armut Projekt-Preis!

StopArmut Preis Urkunde

Im Namen ihrer ProjektpartnerInnen in Liberia James Mulbah, Weatah Korpuh und Beatrice Harris, dankt Cooperaxion dem gesamten Team von StopArmut2015, der Projekt-Preis-Jury.

 

Cooperative Action!

Cooperaxion fördert die nachhaltige Entwicklung und den interkulturellen Austausch entlang des transatlantischen Handelsdreiecks.

 

Das will Cooperaxion

Wir sind überzeugt, dass Entwicklungszusammenarbeit mit dem Bewusstsein für die Vergangenheit und dem Verständnis für Zusammenhänge verbunden ist. Deshalb arbeitet Cooperaxion entlang der historischen Routen des so genannten Dreieckhandels. Unsere Projekte helfen beim Aufbau von sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Liberias Hauptstadt Monrovia und in der Region Codó/Maranhão im Nordosten von Brasilien. Gleichzeitig interessieren uns frühere helvetische Verwicklungen in den transatlantischen Sklaven- und Warenhandel. Parallel engagiert sich Cooperaxion für interkulturellen Austausch zwischen den Partnern im Süden und der Schweiz. Für neue Perspektiven auf alten Routen.

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Stadtrundgang – auf den Spuren “schwarzer Geschäfte”

DSC07750Prächtige Paläste, vornehme Häuser und imposante öffentliche Bauten zeugen vom lukrativen transatlantischen Waren- und Sklavenhandel im 17. bis 19. Jahrhundert. Im Dreiecksgeschäft zwischen Europa, Afrika und den Amerikas verdienten Familien wie Pourtalès, de Pury oder de Meuron kräftig mit.

Der Stadtrundgang erzählt Geschichten und zeigt Eckpunkte dieser „schwarzen Geschäfte“ in der schönen Altstadt von Neuenburg. Ideal für Betriebsausflüge oder Team-Events. Dauer: Rund 1,5 Stunden als Spaziergang zu Fuss, individuelle Buchungen für Gruppen.

Stadtführung: Preis pro Person: Fr. 20.–
Anmeldung: Facebook, izabel.barros@cooperaxion.org, +41 (0)31 535 12 62

Neu! Hört euch den SRF Radiobeitrag “Die schwarze Seite von Neuenburg” an und erfahrt mehr über die Stadtführung in Neuenburg. Die Cooperaxion-Stadtführung zeigt die Spuren des Sklavenhandels in Neuenburg auf, erklärt die Rolle der Neuenburger im Dreieckshandel und gibt dazu Informationen zu den nachhaltigen Projekten von Cooperaxion entlang der alten Routen.

Radiobeitrag “Die schwarze Seite von Neuenburg”

Charles de Meuron mit seinen Sklaven Vendredi und Pedro

Cooperaxion: Neue Perspektiven auf alten Routen

Die Stiftung Cooperaxion interessiert sich für die Rolle der Schweiz im Dreieckshandel und setzt sich für menschenwürdige Perspektiven entlang der ehemaligen transatlantischen Sklavenhandelsrouten ein.

Die Helvetische Konföderation war  keine Kolonialmacht, aber sie war Teil des Sklavenhandels im 17. bis 19. Jahrhundert. Auch Schweizer haben sich am Geschäft mit dem transatlantischen Sklavenhandel beteiligt und massiv davon profitiert. Die Datenbank Sklavenhandel gibt Auskunft über Umfang und Art dieser Aktivitäten und bietet Hintergrundinformationen.

Erfolgsgeschichte von der AZUBI zur CoiffeuseLiberia: Kick for Your Future!

In den Slums der Hauptstadt Monrovia schaffen sich Jugendliche mit Berufsausbildungen, Fussball, Akrobatik und Abfallmanagement wirtschaftliche und soziale Perspektiven. Zusätzlich geben Workshops zur Friedenskonsolidierung, zur Reduktion von Teenagerschwanger- schaften und zu HIV/Aids den Jugendlichen Rückhalt. Mehr zum Jugendprojekt in Westafrika.

Brasilien: Babaçu, eine Nuss mit Potential

Im Nordosten Brasiliens stärkt ein lokales Entwicklungsprojekt die Position der Quilombolas, den Nachfahren  afrikanischer Sklaven. Die traditionelle  Babaçunuss-Verarbeitung ördert die Selbstversorgung und schützt natürliche Ressourcen.
Den Projektbeschrieb und Bildimpressionen finden Sie hier.