Aktuell

St. Gallen und der Dreieckshandel

Vortrag im Rahmen der «Fast Fashion»-Ausstellung im Textilmuseum St. Gallen

Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode

In der Schweiz finden sich an diversen Orten Spuren einstiger Verstrickungen mit dem Sklaven- und Warenhandel des 17.-19. Jahrhunderts. Im Rahmen der Ausstellung «Fast Fashion» des Textilmuseums St. Gallen wirft die Stiftung Cooperaxion einen kritischen Blick auf die Rolle der Schweiz und St. Gallen im Waren- und Sklavenhandel des 17.-19. Jahrhunderts. Die Ver-anstaltungsreihe des Textilmuseums St. Gallen bietet daneben weitere Vorträge, Workshops und Führungen rund um die globale Textilwirtschaft.

Vortrag «Die Schweiz, St. Gallen und der Dreieckshandel» am 19. Januar, 18.30 Uhr.

Mehr Informationen: «Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode»

 

Auf den Spuren Berns kolonialer Vergangenheit

Alternativer Stadtrundgang durch Bern

Stadtrundgang durch Bern

Neben Neuenburg  bietet Cooperaxion neu einen Stadtrundgang durch Bern an. Rathaus, Holländerturm oder Waisenhausplatz – die neue Stadt-führung begibt sich auf die Spuren Berns kolonialer Vergangenheit und erzählt Geschichte und Geschichten rund um Schweizer Söldner in fremden Diensten, Spekulationen mit der Sklaverei und rassistischen Bildern im öffentlichen Raum. Ideal für  Team-Events oder Schulklassen ab der Oberstufe.

Rundgänge buchen:

Dauer: 1.5 Stunden                                               Preis pro Person: Fr. 20.–  (ab 10 Personen)     Preis für Schulklassen: Fr. 200.–             Kontakt: katharina.steinegger@cooperaxion.org   +41 (0)31 535 12 62

 

Gerechtigkeit für die Opfer von Vergel!

Am 24. Dezember 2015 wurde ein Menschenrechtskämpfer und Freund von Cooperaxion, Izídio Antonio Pereira da Silva in Vergel nicht weit von Codó im Bundestaat Maranhão – Brasilien, tot aufgefunden. In dieser Gegend engagiert sich Cooperaxion in drei Entwicklungsprojekten.

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Izídio Antonio  ist vermutlich das siebte Opfer eines Landkonfliktes. Seit den 80er Jahren versuchen grosse Agrarunternehmen die Menschen, welche dort seit Generationen leben mit Gewalt und Korruption von ihrem Boden zu vertreiben. Der Kampf um die Landrechte ist ungleich – Drohungen und Gewalt sollen die Menschen einschüchtern.

Wir wollen unsere Augen nicht weiter vor Gewalt und Ungerechtigkeit ver-schliessen. Bitte unterzeichnet die Petition. Hier Unterzeichnen

Die portugiesische Fassung ist online, ‘Assine’ heisst Unterzeichnen. Wir möchten möglichst rasch viele Unterschriften absenden. Der Petitionstext in deutscher Sprache

Danke für die Unterstützung!

 

 

 

Cooperative Action!

Cooperaxion fördert die nachhaltige Entwicklung und den interkulturellen Austausch entlang der einstigen Sklavenhandelsrouten.

 

Das will Cooperaxion

Wir sind überzeugt, dass Entwicklungszusammenarbeit mit dem Bewusstsein für die Vergangenheit und dem Verständnis für Zusammenhänge verbunden ist. Deshalb arbeitet Cooperaxion entlang der historischen Routen des so genannten Dreieckhandels. Unsere Projekte helfen beim Aufbau von sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Liberias Hauptstadt Monrovia und in der Region Codó/Maranhão im Nordosten von Brasilien. In der Schweiz sensibilisieren wir in einem Bildungsprojekt für die einstigen Verflechtungen in den transatlantischen Sklavenhandel und Kolonialismus und die heutigen Nachwirkungen. Parallel engagiert sich Cooperaxion für interkulturellen Austausch zwischen den Partnern im Süden und der Schweiz. Für neue Perspektiven auf alten Routen.

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Stadtrundgänge – Auf den Spuren des Sklavenhandels in Neuenburg und Bern

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Die alternativen Stadtrundgänge in der Altstadt von Neuenburg und Bern erzählen von den schweizerischen und lokalen Verstrickungen in Sklavenhandel und Kolonialismus und schlagen eine Brücke zur Gegenwart. Ideal für Betriebsausflüge, Team-Events oder Schulklassen ab der Oberstufe. Dauer: Jeweils und 1,5 Stunden als Spaziergang zu Fuss, individuelle Buchungen für Gruppen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stadtführungen in Neuenburg oder Bern:

Preis pro Person: Fr. 20.– (ab 10 Personen), für Schulklassen: Fr. 200.–
Anmeldung: Facebook, katharina.steinegger@cooperaxion.org, +41 (0)31 535 12 62

Charles de Meuron mit seinen Sklaven Vendredi und Pedro

Schweiz: Sklaverei, Dreieckshandel und helvetische Verstrickungen

Der transatlantische Waren- und Sklavenhandel des 17.- 19. Jahrhunderts hat unsere Gesellschaft nachhaltig beeinflusst. Die Schweiz, damals die Helvetische Konföderation, war weder Kolonialmacht noch Seefahrernation und doch tätigten Händlerfamilien Investitionen in die Sklaverei oder profitierten durch Textilexporte. Die Datenbank Sklavenhandel gibt Auskunft über Umfang und Art dieser Aktivitäten und bietet Hintergrundinformationen.

Das neue Bildungsprojekt von Cooperaxion vermittelt Hintergründe und Fakten zur den schweizerischen Verflechtungen in Sklavenhandel und Kolonialismus und sensibilisiert für die Folgen dieser Geschichte. Im Einklang mit der Internationalen Dekade der UNO für Menschen afrikanischer Herkunft setzt sich Cooperaxion für Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung entlang der ehemaligen transatlantischen Sklavenhandelsrouten ein.

Erfolgsgeschichte von der AZUBI zur CoiffeuseLiberia: Kick for Your Future!

In den Slums der Hauptstadt Monrovia schaffen sich Jugendliche mit Berufsausbildungen, Fussball, Akrobatik und Abfallmanagement wirtschaftliche und soziale Perspektiven. Zusätzlich geben Workshops zur Friedenskonsolidierung, zur Reduktion von Teenagerschwanger- schaften und zu HIV/Aids den Jugendlichen Rückhalt. Mehr zum Jugendprojekt in Westafrika.

Brasilien: Babaçu, eine Nuss mit Potential

Im Nordosten Brasiliens stärkt ein lokales Entwicklungsprojekt die Position der Quilombolas, den Nachfahren  afrikanischer Sklaven. Die traditionelle  Babaçunuss-Verarbeitung fördert die Selbstversorgung und schützt natürliche Ressourcen.
Den Projektbeschrieb und Bildimpressionen finden Sie hier.

 

 

Unterstützung der Partner im Süden

Die Stiftung Cooperaxion sichert durch Mittelbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit die nachhaltige Entwicklung der Projekte in Südamerika und Westafrika. Cooperaxion vernetzt, ermutigt und befähigt Partnerorganisationen entlang der ehemaligen Sklavenhandelsrouten, das heisst im westafrikanischen Liberia und in Brasilien bei der Umsetzung ihrer Entwicklungsprojekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden in den Bereichen Projektentwicklung, Organisationsmanagement und Finanzwesen gefördert. Die Entwicklung der Projekte und der Kompetenz der Organisationen begleitet Cooperaxion mit Besuchen vor Ort und durch Betreuung aus der Schweiz.

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